Airbus: Produktion wird auf 3D-Druck umgestellt – 90% Materialersparnis

Airbus: Produktion wird auf 3D-Druck umgestellt – 90% Materialersparnis

Airbus: Produktion wird auf 3D-Druck umgestellt – 90% Materialersparnis 424 283 dirkstein

Airbus führt sukzessive den 3D Druck in die Produktion ein. Künftig sollen 10% der Bau- und Ersatzteile selbst produziert werden. Dadurch sollen bei diesem Verfahren auch bis zu 90% Material eingespart werden, ohne das die Funktion des Bauteils leidet. Das ist auch ein weiterer wichtiger Baustein zu leichteren und verbrauchsärmeren Verkehrsflugzeugen.

Eingesetzt wird der 3D Druck bereits im Bau des A400M und wird dann auf den A350 und A380 weiter ausgedehnt. Zunächst werden Kleinteile wie Halter, Rollen oder Klammern produziert. 2016 beginnt die Serienproduktion für Bauteile aus Titan, Mitte 2016 Edelstahl und ab 2017 die Produktion mit Aluminium. Es laufen bereits Vorbereitung auch größere Bauteile produzieren zu können. Bei AeroSud in Südafrika steht bereits ein 3D Drucker der Bauteile von bis zu 2m Länge produzieren kann. Es soll das aktuell leistungsstärkste Gerät am Markt sein.

Das Luftfahrtbundesamt hat bereits den 3D Druck Produktionsbetrieb für Airbus in einem Werk genehmigt. Das könnte auch bereits ein Hinweis für künftige Entwicklungen in den Geschäftsmodellen der Industrieunternehmen sein. Ausgelagerte Produktionen könnten wieder zurückgeholt werden, insbesondere aus Fernost. Im 3D-Druck sind die Lohnkosten nicht mehr der entscheidende Kostentreiber. An die Stelle des Kostentreibers Nr. 1 rücken künftig Logistikkosten und die können durch 3D Druck Produktion massiv gesenkt werden. Es wird sich viel bewegen.

Herzlicher Gruß
Ihr Dirk Stein

 

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dirkstein

Entrepreneur, Berater, Visionär