Aktuelle Bankenstudie: Privatkunden bevorzugen Bankfiliale anstelle Fintech – noch

Die Postbank AG hat technikaffine Kunden im Alter von 18 bis 34  Jahren nach ihren bevorzugten Anlagemöglichkeiten befragt. Überraschendes Ergebnis laut heutiger Wirtschaftspresse soll sein, das 87% der Befragten die persönliche Beratung in einer Filiale bevorzugt.

Ein wesentlicher Grund für dieses Ergebnis wird in der Informationsflut durch die verfügbaren Internetinformationen ausgemacht, mit denen die Kunden zu kämpfen hätten.

Etwa 50% der Befragten wünschten sich zudem bessere Filialprodukte und komfortableres Online-Banking.  Der heutige Privatkunde wird als hybrid eingestuft, da er stark nach seinem Vorhaben differenziert, welchen Kanal er zu seiner Bank nutzt. Hiermit kristallisiert sich in diesem Fall heraus, dass offenbar der Schlüssel für Bankgeschäfte der Zukunft in einem Omni-Channel Konzept liegen könnte, so wie es bereits im Handel vielfach erfolgreich erprobt ist.

Deutschland ist bei Online-Transaktionen eher zurückhaltend, die Informationsbeschaffung steht noch im Vordergrund. Das nur etwa 20% der Befragten ihre Finanzen via Smartphone beobachten bzw. abwickeln bestätigt diese Sicht.

In der Kombination zeitgemäßer Filialkonzepte und innovativer Fintech Lösungen liegt vermutlich die Lösung.  Insbesondere zielgruppen- und anforderungsgerechte Informationen aus Kundensicht einfach und bequem zur Verfügung zu stellen und damit Unsicherheiten auf Kundenseite -auch die richtigen Informationen erhalten zu haben- zu reduzieren erscheint als ein wesentlicher Erfolgsfaktor.  Damit kann auch das notwendige Vertrauen 4.0für digitalisierte Bankenlösungen unterstützt werden.

Der Kunde darf in Zukunft eben nicht mehr das latente Gefühl haben, doch noch mal persönlich die Bank zur Bestätigung online erhaltener Informationen sprechen zu müssen. Es gibt viel zu tun. Innovationen rund um das kundenorientierte Informationsmanagement sind offenbar gefragt.

Herzlicher Gruß
Ihr Dirk Stein