Die nächste Welle: Internet of Payment

Die Technologiebranche verwendet bis heute aus Kundensicht nicht gerade elegante Gegenstände (Devices) die mit der sogenannten Cloud verbunden sind als Bezahlungsobjekt. Am Montag dieser Woche hat MasterCard in den USA eine Programmoffensive angekündigt, die das bereits ab 2016 radikal ändern wird. Aus Sicht von MasterCard wird das Smartphone dabei keine Rolle mehr spielen.

MasterCard wird mit Gegenständen, im Sinne von Lifestyle-Bezahlungsobjekten, vom eleganten Fingerring bis hin zum Autoschlüssel die Bezahlung im Internet bzw. mit der NFC Technologie auch an stationären Points-of-Sale (PoS) ermöglichen, so die Ankündigung von Montag dieser Woche. MasterCard setzt dafür auf einen eigens dafür neu geschaffenen Begriff, dem Internet of Payment (IoP).

Für die technologische Umsetzung hat MasterCard u.a. potente Partner wie Qualcomm oder NXP gewinnen können. Als erstes Finanz- bzw. Bankunternehmen ist Capital One für die Zahlungsabwicklung bereits mit an Bord.

Für das Produktdesign von smarten Ringen für die weibliche Kundschaft konnte u.a. das Unternehmen Ringly gewonnen werden. Für die sogenannten biometrischen Authentifizierungsverfahren der neuen Produkte zeichnet sich Nymi verantwortlich, dabei soll u.a. die Herzfrequenz der Kunden zur Identifizierung genutzt werden. Das Unternehmen TrackR wird seine Kompetenz für Location Tracker mit einbringen. Die Gesamtverantwortung für das Produktdesign obliegt dem Designer Adam Selman.

Capital One zeigt sich überzeugt, dass Banken darauf eine Antwort werden finden müssen. Gleichzeitig ist auch allen Beteiligten klar, dass enorme Investitionen in die IT-Sicherheiter erforderlich sind. Das notwendige Vertrauen und damit die verbundene Akzeptanz ist erfolgskritisch für dieses Vorhaben.

Das wird eine spannende Entwicklung mit vielen geschäftlichen Möglichkeiten sein. Wie werden Apple, Hermes & Co. darauf reagieren?

Herzlicher Gruß
Dirk Stein