Neue EU-Datenschutzverordnung – Killer der Medienvielfalt?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die neuen Regelungen des Datenschutzes auf Grund des Inkrafttretens der EU-DSGVO im Mai kommenden Jahres verlangen von Organisationen aller Art neue Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten. U.a. fordert das neue Gesetz umfassende Rechenschafts- und Dokumentationspflichten.  Wir empfehlen mit diesem Thema kreativ umzugehen und die Frage zu stellen, inwieweit dies regulatorische Änderung auch ein Vorteil für das eigene Geschäftsmodell sein könnte. Das Thema (Master) Datenmanagement bekommt dadurch ein ganz neues Gewicht sowie geschäftliche Bedeutung.

Das neue Gesetz gilt für jedes Unternehmen mit Unternehmenssitz in der EU oder wenn im Unternehmen personenbezogene Daten von EU-Bürgern (auch von eigenen Mitarbeitern!) verarbeitet werden. Also explizit auch z.B. für amerikanische Unternehmen die die vorgenannten Kriterien erfüllen.

Wir sind der Überzeugung, dass sich in diesem Thema noch viel bewegen wird. Jedoch ist nicht handeln auch keine Option. Es geht zunächst auch schlicht darum, klug und wirtschaftlich Organisationsverschulden zu vermeiden. Kritisch betrachtet z.B. Pierre Chappaz das Thema in Hinblick auf die Medienvielfalt (FAZ vom 21.11.2017).

Herzlicher Gruß
Ihr Dirk Stein