Zukunftskompetenzen: Soft Skills dominieren – Weiterqualifizierungsbedarf von 120 Mio. Arbeitnehmern in den nächsten drei Jahren

Zukunftskompetenzen: Soft Skills dominieren – Weiterqualifizierungsbedarf von 120 Mio. Arbeitnehmern in den nächsten drei Jahren

Zukunftskompetenzen: Soft Skills dominieren – Weiterqualifizierungsbedarf von 120 Mio. Arbeitnehmern in den nächsten drei Jahren 626 503 dirkstein

Alleine in den nächsten drei Jahren müssen laut einer aktuellen IBM Studie weltweit mehr als 120 Millionen Arbeitnehmer umgeschult werden, da die künstliche Intelligenz (KI) Auswirkungen auf die Arbeitswelt hat.

Talentmangel ist heute eine der größten Bedrohungen für den Unternehmenserfolg. Die Ausbildung bzw. der Nach-Qualifizierungsbedarf, der heutzutage erforderlich ist, ist länger als früher – die Mitarbeiter benötigen 36 Tage Training (!), um eine Qualifikationslücke zu schließen, verglichen mit drei Tagen im Jahr 2014, stellt IBM in der Umfrage fest.

Einige Fähigkeiten brauchen länger, um sich zu entwickeln, weil es um Verhaltenskompetenzen wie Teamarbeit und Kommunikation geht oder andererseits hochtechnisch sind, wie z.B. datenwissenschaftliche Fähigkeiten.

„Die Umschulung bzw. die Weiterqualifizierung für technologische bzw. digitale Fähigkeiten wird in der Regel durch eine strukturierte Aus­­­­bildung mit einem definierten Ziel und einem klaren Anfang und Ende vorangetrieben. Der Aufbau von Verhaltensfähigkeiten braucht mehr Zeit und ist komplexer.

Verhaltenskompetenzen wie die Fähigkeit, gut im Team zu arbeiten, Kommunikation, Kreativität und Empathie entwickeln sich am besten durch Erfahrung und nicht durch strukturierte Lernprogramme wie ein Webinar o.ä.

Wenn Arbeitgeber sagen, dass sie mit einem Fachkräftemangel konfrontiert sind, fällt ihnen als Erstes die z.B. Programmiererfahrung oder eine andere fortgeschrittene technische Kompetenz ein.

Doch heute und gerade in der Zukunft werden Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeiten, Ethik und Kreativität, Problemlösekompetenz mehr Gewicht erhalten als die technischen Fähigkeiten.  Das ist ein Paradigmenwechsel in den letzten Jahren, bestätigt die IBM Umfrage. Verhaltenskompetenzen werden heute als entscheidend für digitale und technische Fähigkeiten angesehen.

Von den Fortschritten in der KI wird erwartet, dass sie nicht nur Arbeitsplätze verdrängen, sondern auch neue schaffen. Die Herausforderung besteht darin, die Arbeitnehmer für die Besetzung der neuen Arbeitsplätze zu qualifizieren.

Mehrere Möglichkeiten, die Qualifikationslücke zu schließen, sind die Einstellung von Talenten aus anderen Ländern, von außerhalb des Unternehmens (das wird zunehmend schwieriger – War for Talents) und die Verlagerung von Mitarbeitern in verschiedene Abteilungen (Job Rotation).

Schätzungsweise 50,3 Millionen chinesische Arbeiter könnten in den nächsten drei Jahren aufgrund intelligenter Automatisierung umgeschult werden müssen, so die IBM-Studie. Auf China folgen 11,5 Millionen in Amerika und 7,2 Millionen in Brasilien. Japan und Deutschland liegen mit 4,9 Mio. bzw. 2,9 Mio. Beschäftigten unter den Top-5-Ländern.

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dirkstein

Entrepreneur, Berater, Visionär