Future Digital Entrepreneurship: Circular Business Planning (CBP) löst traditionelle ERP Systeme ab

Future Digital Entrepreneurship: Circular Business Planning (CBP) löst traditionelle ERP Systeme ab

Future Digital Entrepreneurship: Circular Business Planning (CBP) löst traditionelle ERP Systeme ab 379 443 dirkstein

Der Klimawandel ist in vollem Gange und wenn nicht dann sollten wir dennoch mit dieser Erde anders umgehen lernen. Der zivile Ungehorsam in Hinblick auf die weltweiten Klimaproteste (z.B. „Extinction Rebellion“ oder „Fridays for future“) steigt an. Wir benötigen national, europäisch und global dringend innovative Lösungen unser privates und wirtschaftliches Handeln signifikant nachhaltiger zu gestalten und zügig umstellen zu können.

Seit meine Tochter ebenfalls für eine neue klimafreundliche Politik demonstriert hat, denke ich über das Thema Nachhaltigkeit ehrlicherweise viel intensiver nach. Beispielsweise habe ich den CO2 Ausstoß meines KfZ der während meiner Urlaubsreise emittiert wurde einmal ausgerechnet und ich muss sagen, dass ich wegen der ausgestoßenen CO2 Menge ganz schön verblüfft war. Das hat zum Nachdenken angeregt. Das ist die eine Seite.

Die andere Seite ist meine Sicht als Hochschullehrer, Berater und Unternehmer auf das Thema Digitalisierung und Entrepreneurship. Wir benötigen in Deutschland aus volkswirtschaftlicher Sicht in Zukunft eine ganze Menge neuer „Plattformökonomie Unicorns“, damit Deutschland und Europa technologisch betrachtet aus der zweiten Liga wieder in Richtung  „Liga 1“ zumindest mal wieder denken kann und wir im globalen Kontext betrachtet nicht weiter absteigen.

Seit der Gründung von SAP Anfang der 1970er Jahre hat Deutschland kein Technologieunternehmen von europäischem oder weltweitem Format mehr hervorbringen können. Der Early Stage Investor Frank Thelen nannte das mal in einem Gespräch an unserer Hochschule, wie folgt: „Technologische Insolvenz der EU und Deutschlands“. Recht hat er aktuell. Leider.

Das Thema Digitalisierung wird von Menschen in vielen Ländern mit gemischten Gefühlen betrachtet, da die zahlreichen Nutzenaspekte für die Gesellschaft und viele für sich persönlich (noch) nicht erkannt werden und Unsicherheiten vielfach zu sehr betont werden. Jede industrielle Revolution hat in der Geschichte dieser Welt bisher nachweislich stets zu mehr Wohlstand für die gesamte Gesellschaft geführt. Warum sollte das bei der Digitalisierung eigentlich anders sein, frage ich mich?

Wie wäre es, wenn wir einfach mal innovativer werden und positiv neu denken?  Ich bin persönlich der festen Überzeugung, dass uns die Digitalisierung helfen kann unser Handeln nachhaltiger zu gestalten und den Klimawandel zu stoppen. Wir sollten und müssen Digitalisierung konsequent mit der Suche und Umsetzung nach digitalen Nachhaltigkeitslösungen verknüpfen und gezielt nach diesen grünen digitalen Innovationen suchen, die uns helfen den Klimawandel aufzuhalten.

Daher benötigen wir viele, sehr viele Digital Green Business Innovationen (DGBI)- wie ich es nenne- die zum Ziel haben, als plattformökonomische Lösung ein Nachhaltigkeitsmanagement in allen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft steuern zu können. Was bedeutet das ganz konkret?

Wir müssen sogenannte zirkulierende Geschäftsmodelle (Circular Business Models) bauen, integrieren und steuern. Das heißt, einzelne Geschäftsmodelle so miteinander zu verzahnen, dass im Prinzip immer wieder eine Weiterverwertung von Produkten stattfinden kann.  Damit würde die Digitalisierung einen signifikanten gesellschaftlichen Sinn (Purpose) erhalten, den auch jeder Mensch positiv empfinden und bewerten kann. Der „Green Purpose“ kann damit auch der Digitalisierung im Sinne der gesellschaftlichen Akzeptanz Flügel verleihen.

Digital Circular Economy and Business Models

Es gibt bereits viele Ansätze in der Praxis, die -sofern man es schafft- diese Ansätze integrativ in eine gesamthafte DGBI Lösung zu integrieren.  Das heißt konkret Geschäftsmodelle miteinander zum Wohle des Klimaschutzes miteinander zirkulär verknüpfen.

Reverse-Logistics oder die Sharing Economy haben wir bereits heute und können einen wichtigen Beitrag zum digitalen circular business leisten. Das gesamte Thema muss jedoch noch umfassender gedacht werden bzw. konzeptioniert werden.  Das beginnt beim Produktdesign, der Produktnutzungsphase, über die Verbesserung der Reparaturfähigkeit von Produkten (daran Arbeit die EU Kommission bereits!) bis eben hin zur zirkulären Weiterverwertungsmöglichkeit.

FAZIT:
Visionär betrachtet benötigen wir ein neues SAP das digital Circular Business multidimensional als Wertschöpfungsnetzwerk abbilden und steuern kann. Eben kein ERP alleine mehr, sondern eine Circular Business Planning (CBP) Lösung als Ecosystem für ein neues Wirtschaften. Das wäre mal was!

Herzlichst
Ihr Dirk Stein

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dirkstein

Entrepreneur, Berater, Visionär